Früher verließen sich Gastronomen auf ihr Bauchgefühl und den Kassensturz am Monatsende. Heute liefert jede Interaktion des Gastes mit der digitalen Speisekarte wertvolle Erkenntnisse. Wir blicken hinter die Kulissen der modernen Menu-Analytics.
Die Speisekarte als wissenschaftliches Experiment
Durch Heatmaps lässt sich präzise nachvollziehen, welche Bereiche der Karte am längsten betrachtet werden. Oft zeigt sich: Nicht das teuerste Steak ist der Favorit, sondern die Geschichte dahinter. Wenn wir sehen, dass Gäste bei der Beschreibung der Herkunft des regionalen Weins verweilen, wissen wir, wo wir den Fokus setzen müssen.
Dynamische Preisgestaltung und Angebot
Mit digitalen Daten können Sie auf Nachfragespitzen reagieren, ohne die Karte neu drucken zu müssen. Ist der Vorrat an fangfrischem Fisch begrenzt, rückt das System automatisch alternative Signature-Dishes in den Fokus der Gäste. Das ist keine Manipulation, sondern intelligentes Bestandsmanagement.
Den Gast wirklich verstehen
Die Daten verraten uns auch, was *nicht* bestellt wird. Wenn ein Gericht oft aufgerufen, aber selten gewählt wird, liegt das Problem meist in der Beschreibung oder im Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese stummen Berater geben uns die Chance, Fehler zu korrigieren, bevor sie sich negativ in der Bilanz niederschlagen. Daten sind der Rohstoff für kluge Entscheidungen.
